Rechtssystemtreue Übersetzung

Deutsch <> Englisch · Zivilrecht & Common Law · Verträge & Transaktionen

Übersetzung von Verträgen DE<>EN,
die im Civil Law bzw. Common Law verankert bleiben.

Rechtswirkungsidentität

Identische Rechtswirkung in der Zielsprache

Der übersetzte Vertrag entfaltet in der Zielsprache
dieselbe Rechtswirkung wie der
deutsch- bzw. englischsprachige Ausgangstext
auf Grundlage des jeweiligen Rechtssystems.

Funktionslogische Äquivalenz

Übertragung der rechtlichen Funktion, nicht des Wortlauts

Regelungen werden im Ausgangstext nach ihrer Funktion analysiert
und in der Zielsprache rechtssystemgerecht nachgebildet
– ohne Import fremder Dogmatik.

Rechtssystemkonforme Terminologie

Terminologie im Einklang mit dem jeweiligen Ausgangsrechtssystem

Die Begriffswahl in der Zielsprache richtet sich nach der
rechtlichen Logik des Ausgangsvertrags.

Unsere Methodik stellt sicher, dass Verträge in der Zielsprache
ihre Rechtswirkung aus dem Ausgangsrechtssystem behalten.

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt sich insbesondere dort,
wo Civil Law und Common Law strukturell auseinanderfallen.

Praxisbeispiel: Notarielle Urkunde (deutsches Recht)

Die Abtretung der Geschäftsanteile bedarf zu ihrer Wirksamkeit der notariellen Urkunde.

The assignment of the shares requires a notarial instrument under German law (notarielle Urkunde) to become legally effective.

Im deutschen Zivilrecht ist die notarielle Urkunde ein formelles Wirksamkeitserfordernis, das an die notarielle Mitwirkung anknüpft. Der Begriff Urkunde ist dabei ein Gattungsbegriff des Civil Law.

Im Common Law hingegen bezeichnet eine deed ein eigenständiges Rechtsinstrument, das durch bewusste Bezeichnung und formale Execution entsteht und nicht Ergebnis notarieller Mitwirkung ist.

Eine Übersetzung als notarial deed würde daher eine systemfremde Rechtsfigur einführen.
Die gewählte Fassung macht stattdessen transparent, dass es sich um ein deutsches Wirksamkeitserfordernis handelt – ohne Common-Law-Dogmatik zu importieren.

Wie wir Rechtswirkungen systemtreu in die Zielsprache übertragen.

Weiterführend:
Methodik

Kontakt

Für eine erste Einordnung oder eine konkrete Übersetzungsanfrage.

LBTA – Legal & Business Translation Agency

Telefon: +1 352 515 4218
E-Mail: info@lbtainc.com

Analyse des Übersetzungsfehlers:
Fehlinterpretation typischer Vertragsformulierungen

Fehlerart: Unangemessene Übersetzung von vertraglichen Ausnahmeklauseln

Ausgangsbeispiel: „Any transfer of Shares in the Company by a Co-Investor is, except for the provisions of Clause x.x”,

KI-MT Übersetzung: „Jede Übertragung von Geschäftsanteilen an der Gesellschaft durch einen Co-Investor ist, abgesehen von den Bestimmungen der Klausel x.x“,

Identifizierte Fehler und Verbesserungsbedarf:

Fehlinterpretation von „except for“: Die Wendung „except for“ drückt eine Ausnahme zu einer allgemeinen Regel aus. Die Übersetzung „abgesehen von“ kann zwar in bestimmten Kontexten eine ähnliche Bedeutung haben, jedoch fehlt es hier an der Präzision, die für Vertragsdokumente erforderlich ist. Die Formulierung „ausgenommen wie in Klausel x.x“ wäre direkter und klarer, da sie unmissverständlich auf die Ausnahmebedingungen verweist.

Potenzielle rechtliche Auswirkungen: Eine ungenaue Übersetzung von Ausnahmeklauseln kann zu Missverständnissen bezüglich der Vertragsbedingungen führen. Im Rechtskontext ist es von höchster Wichtigkeit, die exakten Bedingungen und Ausnahmen klar und unmissverständlich zu formulieren, um Interpretationsspielräume und mögliche Rechtsstreitigkeiten zu minimieren.

Notwendigkeit der klaren Ausdrucksweise in Vertragsdokumenten: Vertragsdokumente erfordern eine präzise Sprache, um die Rechte und Pflichten der Parteien eindeutig festzulegen. Jede Abweichung von der üblichen Formulierung könnte die Auslegung des Vertragsinhalts beeinflussen und sollte daher vermieden werden.

Schlussfolgerung:

Die präzise und korrekte Übersetzung von vertraglichen Formulierungen, insbesondere von Ausnahmeklauseln, ist entscheidend, um die beabsichtigte rechtliche Wirkung zu erzielen und mögliche Missverständnisse oder Rechtsunsicherheiten zu vermeiden. Die Wahl der richtigen Präpositionen und Konjunktionen spielt eine entscheidende Rolle bei der Festlegung der Vertragsbedingungen. Übersetzer müssen besondere Sorgfalt walten lassen, um sicherzustellen, dass die Übersetzung den Nuancen und der Präzision des Originaltextes gerecht wird und rechtliche Klarheit gewährleistet.